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In Lake Tahoe wird ein A-Frame von 1969 nachdenklich aktualisiert


Curtis Popp glaubt an die Kraft des Schnitts. Als Partner von Popp Littrell Architects & Interiors mit Sitz in Sacramento weiß er, dass einige Projekte einer Darmsanierung bedürfen und dass Neubauten in bestimmten Situationen sinnvoll sind. Aber für sein eigenes Ferienhaus, ein charmantes 1969er A-Frame am Lake Tahoe, entschied er sich für eine leichte, nachdenkliche Herangehensweise. Er erklärt es so: „Wir wollten die Dinge beseitigen, die nicht funktionierten, und die Dinge ausnutzen, die waren.“

Als er es 2011 kaufte, gab es viele Dinge, die man an dem von Zedernholz gehauenen Rückzugsort namens Homewood lieben sollte. Trotzdem musste noch gearbeitet werden, bevor sich seine Frau und zwei Kinder in dem zweistöckigen Zwei-Zimmer-Apartment wohl fühlten. Das Ziel war es, den Ort in das 21. Jahrhundert zu führen, ohne die funky Moderne zu opfern, die ihn anfangs angezogen hatte. "Wenn es sich zu glatt anfühlen würde, wäre es fehl am Platz", sagt Popp und erkennt die beiläufige Rustikalität der kalifornischen Landschaft an.

Die Vorbesitzer hatten überflüssige Details hinzugefügt, darunter einen dekorativen Schaumanker auf dem Dach. Das gehörte zu den ersten Dingen, kurz darauf folgten die Deckchen, die an den Fenstern gestanden hatten. Die Fenster selbst bestanden aus Aluminium, und Popp tauschte diese gegen Holzrahmenersatzteile aus, die nicht nur eine bessere Leistung erbringen, sondern auch die Holzvertäfelung ergänzen, die alle Wände und sogar die Decken des A-Rahmen-Innenraums abdeckt .

Während der Grundriss dem ursprünglichen Programm treu bleibt, hat Popp die Badezimmer und die Küche neu gestaltet. In letzterem Bereich entschied er sich für kleine, in Europa hergestellte Geräte, weil er in einem derart kompakten Haus befürchtete, dass Geräte in voller Größe die Küche mit den anderen Räumen verkleinern würden. Der „Mikro“ -Kühlschrank, die Spülmaschine und das Sortiment sind vollständig in die Schränke integriert, sodass mehr Platz für die Arbeitsplatte zur Verfügung steht und das optische Gewicht der Küche insgesamt minimiert wird.

Eine weitere erfolgreiche redaktionelle Geste von Popp ist das Farbschema, das er gerne als "Schokolade und Erdnussbutter" bezeichnet. Es ist eine Kombination aus mattem Schwarz und der "pecky" -Zeder, die Heimat, Vergangenheit und Gegenwart definiert. Bei der Diskussion über Homewood behält sich Popp einen Sinn für Humor vor, denn so praktisch das Design von A-Fassungen ist, so ungewöhnlich ist auch ihre Persönlichkeit. Als Popp witzelt: "Sie halten den Schnee vom Dach, aber sie bringen die Leute auch zum Lächeln."

Irgendwie sieht Homewood bei all der Arbeit so aus, als wäre es kaum berührt worden. "Es ist ein respektvolles Update eines historischen A-Frames", so Popp. Und wenn das stimmt, dann nur, weil der Herausgeber des Hauses das ursprüngliche Gebäude ausreichend respektiert hat, um nur die nachdenklichsten Änderungen vorzunehmen.